In diesem Beitrag möchten wir Ihnen Denkanstöße geben für Ihre Filmproduktion als Teil Ihrer Markenbildung.
Wie sollten Sie vorgehen? Was wollen Sie sagen? Wie stellen Sie es dar? Hier erfahren Sie es.

#1 Was will ich sagen?

Das Wichtigste bei Ihrem Film ist die Message. Sie ist wichtiger als jeder „fancy“ Übergang oder jede „catchy“ Animation. Überlegen Sie sich was Sie sagen, vermitteln und darstellen wollen, wen Sie ansprechen möchten und worauf Sie ihren Fokus legen.
Sabotieren Sie sich nicht selbst, wenn Ihre innere Stimme schreit: „Es ist einfach alles wichtig! Es muss alles in gleicher Gewichtung in dieses Filmchen rein!“

Eine Empfehlung am Rande: Verzichten Sie außerdem auf den Begriff „Filmchen“ – das deklassiert Ihre Vision und klingt zu klein, für das was Sie tun ;-).

Blicken Sie auf Ihr Unternehmen mit den Augen eines Fremden. Überlegen Sie sich wie sie verstanden werden möchten und was die unabdingbaren Besonderheiten Ihrer Marke sind.

Sprechen Sie mit Kollegen, Freunden und Familien darüber und versuchen Sie sich ein möglichst unvoreingenommenes Bild zu machen… das ist nicht einfach, aber Sie schaffen das.

#2 Wie stelle ich es dar?

Bevor Sie in Drohnenflügen, Dollyfahrten, Special Effects und 3D Animationen denken, versuchen Sie sich über die „Poesie“ Ihres Filmes klar zu werden. Ist es für die Darstellung Ihres Unternehmens sinnvoller viel Bewegung einzubinden, oder sind es eher arrangierte, statische Aufnahmen. Gehen wir auf Highend-Tempo und Dynamik oder auf getragene, ruhige Bildwelten?

Schaffen wir Nähe oder schaffen wir bewusst Distanz?

Überlegen Sie, was für den Zuschauer wirklich einen Mehrwert bietet, was er braucht, um Ihre Message aus Punkt #1 zu verstehen. Ihre Bildsprache sollte niemals ein Selbstzweck sein, sondern Ihre Message unterstützen. Geht es bei Ihrer Marke beispielsweise um Ruhe, Entspannung, Wohlfühlen – so wären hier schnelle Montagen und zu viel Tempo recht destuktiv.

#3 Wer spricht?

Es kann für Ihren Film durchaus sinnvoll sein, Menschen aus Ihrem Unternehmen in Bild und Ton darzustellen.
Überlegen Sie, ob es einen Mehrwert für die Zuschauer bietet, MitarbeiterInnen, ggfls. Spezialisten, Vorstände etc. zu Wort kommen zu lassen.

Falls ja:
Bedenken Sie, dass Ihre MitarbeiterInnen oder KollegInnen in der Regel keine ausgebildeten, erfahrenen Schauspieler sind.
Es macht daher wenig Sinn im Vorfeld Statements zurecht zu formulieren, die dann auswändig vorgetragen werden. In den meisten Fällen ähneln die Interviews dann mehr Scripted Reality Ausflügen im Trash TV anstatt einer glaubhaften, seriösen Meinungsäußerung… und das wird auch Ihre Zielgruppe bemerken.

Ein methodischer Ansatz ist es, Ihren Interviewpartnern nach Möglichkeit im Vorfeld keine konkreten, ausformulierten Fragen zukommen zu lassen, sondern stattdessen Themenkomplexe festzulegen wie z.B. „Unternehmensgeschichte, typischer Arbeitstag, Kundenservice, Nachhaltigkeit, Gesundheitsmanagement etc.“
Hierdurch haben Ihre Interviewpartner die Möglichkeit sich auf das Gespräch vorzubereiten ohne dabei zu verkrampfen und wie zu Schulzeiten „auswändig“ zu lernen.

Versuchen Sie während des Interviews eine komfortable Gesprächsatmosphäre zu kreieren und gehen Sie davon aus, dass beim einen oder anderen der Respekt vor der Kamera bei den ersten Fragen noch überwiegt. Hören Sie zu, haken Sie nach und versuchen Sie interessiert am Ball zu bleiben. Dadurch kommen authentische Antworten zu Stande, welche sich in einem Gespräch ganz natürlich entwickeln.
Merke: Die Ruhe, die wir ausstrahlen, ist die Ruhe, die der Interviewpartner absorbiert.

Falls nein:
Wenn Sie auf die Sprache von Interviewpartnern verzichten, so können Sie überlegen mit starker, abwechslungsreicher, thematisch passender Musik und schlüssigen, spannenden, neugierig machenden Aufnahmen zu arbeiten.
Alternativ können Sie auch einen OFF-Sprechertext formulieren. Versuchen Sie hierbei aber in einer einfachen Sprache zu sprechen, fassen Sie sich kurz und sprechen Sie in einem angemessenen Tempo – will sagen: Euphorie und Überzeugung sind gut, Hektik jedoch nicht. Ein Tipp: Ziehen Sie unbedingt in Erwägung professionelle Sprecher zu buchen, um Ihren Film hierdurch zu veredeln.

#4 Schnitt happens?

Hier beginnt nun die Arbeit so richtig… Was bei den Dreharbeiten gut lief, gilt es in den Vordergrund zu stellen. Was unter Umständen nicht so gut lief, gilt es audiovisuell zu kaschieren. Bringen Sie Ihre Aufnahmen in Balance, montieren Sie Ihre Sprache, die Bilder, die Interviews, die Musik etc. zu einem geschmackvollen Gesamtpaket. Arbeiten Sie mit Farbe und Kontrasten. Aber bedenken Sie auch hier: Nichts ist ein Selbstzweck. Sind realistische Eindrücke für Ihre Marke glaubwürdiger oder sind es bunte, stark gesättigte, szenische Bearbeitungen? Versuchen Sie, einen Blick aus der Distanz zu entwickeln und entscheiden Sie, wie Sie durch die Montage das Tempo Ihres Filmes passend zur Message gestalten.

#5 Wie viel Zeit haben wir?

Behalten Sie die Gesamtlänge im Blick. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten alle Aufnahmen unterbringen zu müssen.
Schauen Sie während der Post Produktion, wie sich ihr Konzept auch „trägt“ und wie ergiebig Ihre Aufnahmen sind.
In der Kürze liegt die Würze und wenns mal länger dauert, dann versuchen Sie sich klar zu machen warum das besser sein sollte? Finden Sie eine glaubwürdige Argumentation, welche über jede Kritik erhaben ist und die Sie auch vor sich selbst rechtfertigen können.

Bedenken Sie auch für welches Zielmedium Sie ihren Film verwenden. Während Sie auf Facebook und Youtube eher direkt einsteigen sollten, um die Aufmerksamkeit von der ersten Sekunde an hochzuhalten, so können Sie sich bei Messefilmen oder Beiträgen mit anwesenden Zuschauern durchaus etwas mehr Zeit lassen. Bei Letzterem sind die Zuschauer aufgrund äußerer Umstände oder dem inneren Wunsch weitaus fokussierter als im Internet beim „Vorbeiscrollen“.

Die Information und der Unterhaltungswert gehen Hand in Hand.

Sehr gerne steht Ihnen STIEBEL.CREATION für die Umsetzung Ihres Unternehmensfilms mit Rat und Tat zur Seite. Vom Konzept über die Dreharbeiten und den Schnitt bis hin zum fertigen Film liefern wir einen Workflow, angepasst an Ihre Message und Ihr Unternehmen.